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und ihre Groß- (Eltern) – wichtig ist .

Chrissy: Kirche ohne Handy – warum ei gentlich? Ich habe unseren Jugenddiakon Axel ge fragt, warum in der Gemeinde gerade so viel von„Analog-Oasen“ für Kinder und Ju gendliche die Rede ist. Axel: Viele junge Menschen merken selbst, dass das viele Online-Sein anstren gend ist, Chats, Videos, Spiele – das hört nie richtig auf. Kirche kann ein Ort sein, an dem man durchatmen darf. Ohne Leis tungsdruck, ohne Vergleichen, ohne sofort reagieren zu müssen.“ Axel: Dabei geht es nicht darum, Handys zu verbieten. „Digitale Medien gehören zum Leben von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dazu“. „Aber es tut gut, auch Zeiten zu erleben, in denen man ge meinsam spielt, bastelt, kocht oder einfach redet – ganz ohne Bildschirm.“ Chrissy: Was hat das mit Glauben zu tun? Axel: Ziemlich viel. Die Jahreslosung 2025 lautete: „Prüft alles und behaltet das Gute“ (1. Thess 5,21). Das gilt auch für digitale Medien. Nicht al les Digitale ist schlecht. Aber Kinder und Jugendliche sollen lernen zu spüren: Was tut mir gut? Was stresst mich? Was hilft mir, echte Beziehungen zu leben?“ Axel: In unseren Gruppen, im Konfiunter richt und auch in den Gottesdiensten nut zen wir digitale Medien, Smartphones

und KI ganz selbstverständlich. Das macht Spaß und gehört heute dazu. Gleichzeitig tut es gut, sie auch mal bewusst wegzule gen – um einfach da zu sein und Gemein schaft zu erleben. Kirchliche Räume können genau das un terstützen – als Orte, an denen man sich selbst, andere und vielleicht auch Gott neu

entdecken kann. - Oft in der Ruhe. - Oft im Miteinander.

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